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Joki2009


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Es ist einer der seltenen Momente, in denen Kanzlerin Angela Merkel geradezu ironisch wirkt. Nach dem Gipfel der Euro-Staaten wird sie am Montag gefragt, inwieweit im Abschlusspapier noch eine griechische Handschrift erkennbar sei. Ihre Antwort: beim hohen Finanzmittelbedarf - und dass Erlöse aus Privatisierungen nicht ausschließlich für die Schuldenrückzahlung verwendet werden sollten. Damit ist eigentlich alles zu den Machtverhältnissen bei den Verhandlungen gesagt: Die Gläubiger diktieren Griechenland, was nun zu geschehen hat. Die Euro-Staaten forcieren einen drastischen Umbau des Landes. Die Gegenleistung: Kredite in Höhe von 82 bis 86 Milliarden Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Es ist viel Geld, mehr als doppelt so viel, wie noch vor wenigen Monaten für ein drittes Hilfsprogramm prognostiziert worden war. Dafür schluckt Griechenland bittere Pillen. Es muss sparen - und vorübergehend einen weitgehenden Verlust seiner Souveränität akzeptieren.
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