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XXXXIIMCMXXVIII


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Speed

Mein Herz blieb stehen, als die Zugtüre sich öffnete und er hereintrat. Er, das hübscheste Wesen das mir jemand begegnet war. Eine Strähne hing ihm ins Gesicht und an seinem lockeren T-Shirt konnte ich erkennen, dass er kein Fan von außergewöhnlicher Mode war. Er sah sich mit diesen strahlend, blauen Augen um und ging dann auf mich zu, eine Hand umklammerte sein Handy, die andere hing lässig herunter. "Ist der Platz noch frei?" Meine Güte, gleich falle ich in Ohnmacht. "Ja", stammelte ich und machte ihm Platz. Er setzte sich lächelte mich kurz an und widmete sich dann seinem Smartphone. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich ab sofort einen Herzschrittmacher brauchte, um nicht umzufallen. Verstohlen musterte ich ihn, von Kopf bis Fuß und wieder zurück, sorgsam darauf bedacht, nicht aufzufallen. Er trug eine dunkle Jeans und braune Schuhe, mit denen er rythmisch hin un her wippte. Wie er wohl unter de Kleidung aussehen mochte... Als ich aufsah bemerkte ich seinen Blick auf mir, mit dem er mich schier hypnotisierte. Er schenkte mi sein warmes, bezauberndes Lächeln und meine Blut beschloss spontan, in meinem Kopf zu schießen um mich wie eine Tomate aussehen zu lassen. Ich erwiderte sein Lächeln, wenn auch eher etwas zaghafter und schüchtern, und sah schnell auf dem Fenster heraus. Lass ihn bloß nicht die Tomate in dir sehen! Der Zug hielt, er stand auf, meine Seele mit ihm. Als er ausstieg und ich noch panisch überlegte, ob ich nicht einfach hinterherlaufen sollte und ihn umarmen sollte, fiel mir ein kleiner sorgsam gefalteter Zettel auf seinem Sitz auf. Er sah zu ordentlich aus, um einfach Müll zu sein, also sah ich mich vorsichtig um und nahm ihn dann. Eine Telefonnummer stand drauf und dahinter ein zwinkerndes Smiley. Ich wusste nicht warum, aber es war definitiv seine Handschrift. Sie passte einfach zu ihm. Der Zug setzte sich wieder in Bewegung und voller Adrenalin gepumpt sah ich wieder auf dem Fenster - wo ich ihn erblickte. Er stand auf dem Bahnhof gegen eine Säule gelehnt, beide Hände in den Taschen und mit solch einem belustigten Grinsen, dass ich zweimal hinschauen musste, um mir sicher zu sein, dass ich nicht gerade träumte. Das Fenster schon ihn bald aus seinem Rand, doch ich hielt mir einem schrägen Lächeln seinen Blick stand, bis ich nicht einmal mehr seinen Arm sehen konnte. Dan lehnte ich mich zurück, schloss die Augen und genoss in Ruhe seinen wunderschönen Anblick vor meinen Augen, bis ich mein Handy herauszog und ihm schrieb.
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