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Konsti_2008
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Ich bin 22 Jahre alt und bereits sechs Jahre als Friseurin tätig. 2014 habe ich meinen Realschulabschluss gemacht und habe wenige Monate später meine Ausbildung begonnen. Eigentlich habe ich immer Spaß an meiner Arbeit, außer an Tagen wie heute. Es ist kein einziger Mensch im Salon, um sich bedienen zu lassen. Noch nicht einmal das Telefon klingelt. Nun sitze ich also hier und langweile mich. Wenn ich nichts zu tun habe, schweifen meine Gedanken immer in eine unschöne Richtung. Nachdem uns die Corona-Pandemie ziemlich getroffen hat und mein Chef schon im Rentenalter ist, spricht er nicht selten von einer dauerhaften Schließung des Salons. Dies stellt mich immer wieder vor die Frage, wie es mit mir und meinem Leben weitergehen soll. Schließlich bin ich jung genug um eine weiter Ausbildung abzuschließen. Ursprünglich fing ich diese Ausbildung an, um eines Tages Maskenbildnerin zu werden. Jedoch ertappe ich mich immer häufiger bei dem Gedanken, in eine ganz andere Branche einzusteigen. Mein Vater ist seit vielen Jahren im Einzelhandel tätig und ziemlich erfolgreich. Der mickrige Betrag, der monatlich auf mein Konto eingeht, könnte eine Aufstockung gebrauchen... Ich bin ziemlich unschlüssig was meine Zukunft angeht, und darüber nachzudenken bereitet mir Kopfschmerzen. Meine heimliche Hoffnung ist es, eines morgens aufzuwachen und einfach zu wissen was ich gerne machen möchte. Ob das besonders zielführend ist, ist fraglich.
Mal sehen was die Zukunft bringt.